Anna Teischl vom ORF hat unser BuchQuartier besucht und über unsere Vision einer gemeinschaftlich getragenen Buchhandlung im Grätzl berichtet. Den Beitrag findet ihr unter: Genossenschaft eröffnet Buchhandlung – wien.ORF.at
Genossenschaft eröffnet Buchhandlung
Es soll ein Ort zum Schmökern und der Gemeinsamkeit sein: In Penzing hat Österreichs erste genossenschaftlich organisierte Buchhandlung eröffnet. Sieben Leute haben sich zusammengefunden, mittlerweile hat das sogenannte Buchquartier schon 130 Mitglieder.
13. März 2026, 18.43 Uhr
Es ist eine Premiere in Österreich: das Buchquartier. Besonders an der Buchhandlung ist ihre Organisationsform. Es gibt nicht einen Besitzer oder eine Besitzerin, sondern aktuell gerade rund 130. Das Buchquartier in der Hütteldorfer Straße ist eine genossenschaftlich organisierte Buchhandlung.
Am Anfang standen eine Idee und sieben Menschen, erzählte Obfrau Simone Weinbacher-Traun: „Einige sind dann schon gleich aufgesprungen und haben gesagt ‚Okay, super Idee, müssen unbedingt machen.‘ Andere waren am Anfang ein bisschen skeptisch.“ Mittlerweile zählt die Genossenschaft 130 Mitglieder, deren Zahl wachse von Woche zu Woche, was auch Obfrau Christina Gasser-Schuchter gut findet, „weil uns die Idee gekommen ist, dass es ganz gut wäre, dieses finanzielle Risiko auf mehrere Schultern aufzuteilen.“
Einmalig 250 Euro für Anteil
Auf die Idee, eine Buchhandlung zu etablieren, seien sie gekommen, weil es im Bezirk nur eine einzige Buchhandlung gegeben habe. Das habe sie gestört, so die Obfrauen weiter. Die Idee, die Buchhandlung gesellschaftlich zu organisieren, kam rasch. Mitglieder zahlen einmalig 250 Euro und erwerben damit einen Anteil an der Buchhandlung.
Wer möchte, kann auch mitarbeiten und bei Entscheidungen wie etwa zu Veranstaltungen oder zum Sortiment mitbestimmen. Das Buchquartier will aber nicht nur mit Büchern handeln, es will auch Treffpunkt, Ort für Veranstaltungen sein. So sei die Eröffnung fast „so ein bisschen wie ein Mini-Woodstock der Literatur im 14. Bezirk gewesen“, schilderten Besucher.
Für Dimitré Dinev „spannendes Konzept“
Ein Buchhändler ist fix angestellt. Einkaufen und die Räumlichkeiten des Quartiers zu nutzen, steht allen offen. So kann jeder Lesungen organisieren, so wie etwa jene des Autors und Trägers des Österreichischen Buchpreises, Dimitré Dinev. Für ihn ist das Konzept ein spannendes: „Allein deswegen habe ich zugesagt. Weil jetzt gerade bin ich in so einer Phase, wo es genug Anfragen gibt. Das nutze ich aus. Aber das ist ein Projekt, das mich sehr neugierig gemacht hat.“
red, wien.ORF.at

